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Space Gothic 3te Edition ist am 22. Oktober 2009 erschienen.

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Autor Thema: Was macht Space Gothic aus?  (Gelesen 145 mal)
Tannjew
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Das Grauen im All


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« am: März 12, 2010, 11:54:32 »

Diese Frage richtet sich inbesondere an die aktiven Spieler und Spielleiter, egal ob alte oder neue, und ist von Heretics Aussagen inspiriert, der Space Gothic als ein Space Opera Rollenspiel ansieht und kritisiert, dass SG out-of-the-box ein solches Spiel in seinen Augen nicht unterstützt.

Sprich:
- Wie spielt/spielleitet ihr Space Gothic?
- Worin seht ihr die wichtigsten/markantesten Unterschiede zu anderen SciFi-Rollenspielen?
- Was sind die Besonderheiten von SG?
- Wann sollte man zu SG greifen, wenn man ein SciFi-Rollenspiel spielen möchte und wann lieber zu einem anderen System?
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Komi
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« Antworten #1 am: März 12, 2010, 16:44:33 »

- Wie spielt/spielleitet ihr Space Gothic?
Derzeit bewegt sich meine Gruppe erschreckend nah an der Firefly-Vorlage:
Die Charaktere sind keine Vorzeige-Helden sondern eine bunt zusammengewürfelte Truppe von Alltags-Typen, die aufgrund widriger Umstände dazu gezwungen werden, Pfade abseits der Legalität einzuschlagen um zu überleben.
Der Military-Faktor spielt derzeit keine Rolle bei uns.
Von den Gruppen-Profilen her ist meine Gruppe am ehesten dem Schmuggler-Profil zuzuordnen.
Wir spielen momentan mit den Standard-Regeln. Also weder Helden- noch Blutmodus Optionen.

- Worin seht ihr die wichtigsten/markantesten Unterschiede zu anderen SciFi-Rollenspielen?
Ich habe da fast keinerlei Vergleichsmöglichkeiten,da ich nur einmal vor Urzeiten "Star Wars" ausprobiert habe und mich die tödlichen Würfel-Orgien von Shadowrun Mitte der 90er auch ziemlich abgeschreckt haben ("Wow! Toll! Du hast ihn mit deinem Schuss dreimal getötet!").
Ich spiele ansonsten lediglich seit Ewigkeiten DSA und hatte nie großartig das Bedürfnis, ein weiteres RPG fest in mein Portfolio aufzunehmen.
Was mich aber an SG reizt:
- Die Vielfältigkeit. Ich kann jede Story, die sich nicht in einem Fantasy-RPG abbilden lässt, über den SG-Hintergrund abbilden. SG für mich das Rollenspiel, wo ich all die Ideen umsetzen kann, die in der Welt von DSA keinen Platz finden
- Das einfache und spannende Regelsystem. Durch Triumphe/Katastropen/Blindgänger/Raketen/Glückpunkte ist beim würfeln immer was los - und Handlungsstränge können durch einige "interessante" Proben unerwartete Wendungen erfahren.

- Was sind die Besonderheiten von SG?
Wie schon erwähnt: Das einfache aber doch sehr spannende Würfelsystem
Die vielen Ideen, die in der Hintergrundwelt stecken und sich zu vielen spannenden Geschichten ausbauen lassen
Die vielen Möglichkeiten, wie man SG spielen kann
Der schwarze Humor, mit dem Regelwerke und Szenarien durchsetzt sind
Die Möglichkeit durch Mechanismen wie Glückspunkte und GZ-Punkte echte lebensgefährliche Situationen und Horror sehr plastisch darzustellen

- Wann sollte man zu SG greifen, wenn man ein SciFi-Rollenspiel spielen möchte und wann lieber zu einem anderen System?
Ich wollte ein Rollenspielsysytem, wo ich nicht 500 Seiten an Regeln intus haben muss, um die ganzen Möglichkeiten eines RPGs auszuschöpfen - Ich wollte also kein zweites DSA für SciFi.. ;-) Ich habe genug Zeit meines Lebens damit verbracht, mir DSA Regelwerke rein zu pfeifen...
Außerdem spiele ich SG jetzt mit einigen P&P RPG Neulingen, die noch nie vorher Rollenspiel betrieben haben. Auch hier wären ein komplexes Regelsystem und ein komplexer Hintergrund schwierig gewesen.
Und mittlerweile sind ja auch die meisten Fehler im neuen GRW gefunden und die meisten inhaltlichen Löcher erkannt... so daß ich allmählich (unter Zuhilfename dieses Forums) auch anderen Neulingen zum SG-spielen raten kann.
Das war am Anfang aber nicht wirklich so ein riesen Spaß... Und ich verstehe Ulisses beim besten Willen nicht, wie man mit einem Buch, das vor Fehlern nur so trieft, eine neue Rollenspiel-Serie im Verlag starten will.
Damit schießt man sich doch ins eigene Knie!
Es ist ja nicht jeder so doof wie meine Wenigkeit, der eh alles kaufen wird, was der Verlag noch an SG-Zeugs rausbringen wird... Von mir alleine werden die jedenfalls nicht satt...
« Letzte Änderung: März 14, 2010, 12:44:05 von Komi » Gespeichert
Cacador
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« Antworten #2 am: März 13, 2010, 20:26:07 »

@Tannjew: du solltest wissen, wie ich SG spiele, schließlich hab ich für dich ja schon ein Abenteuer gemeistert.  Wink

Aber damit es die anderen auch wissen, bitte:

Wie spielt/spielleitet ihr Space Gothic?
Meistens nicht als Kampagne, sondern als eigenständige Abenteuer. Charaktersterblichkeit bei den Abenteuern ist gefühlt 40 %. Stimmung, Stil und Spaß stehen über der Effizienz beim Lösen des Plots.

Zitat
Worin seht ihr die wichtigsten/markantesten Unterschiede zu anderen SciFi-Rollenspielen?
In der Vielseitigkeit der Abenteuer-, bzw. Spiel-Möglichkeiten. Seien es Filme wie "Alien" oder "Surviving the Game" (der Film war übrigens die Vorlage für mein erstes SG-Abenteuer; Jagdsaison) oder "Mission impossible" oder "Pitch Black", sie alle können wunderbare Vorlagen für SG-Abenteuer sein. Egal ob Hochglanzwelten mit absoluter Kontrolle oder Outbackwelten mit Western-Mentalität oder unwirkliche Minenwelt, SG bietet alles.

Zitat
Was sind die Besonderheiten von SG?
Der Geisteszustand und die Atmosphere des Hintergrundes.

Zitat
Wann sollte man zu SG greifen, wenn man ein SciFi-Rollenspiel spielen möchte und wann lieber zu einem anderen System?
Wenn man einen Charakter mit Stärken UND Schwächen spielen möchte, wenn man ein Spiel haben möchte, bei dem seine Aktionen auch schwerwiegende und unerwartete Konsequenzen hervorbringen können, wenn man gerne in Welten spielt in denen es nicht nur Schwarz und Weiß gibt, dann sollte man SG spielen.
Wenn man einen unkaputtbaren Helden will, sollte man ein anderes System wählen. Wenn man ausgiebige Raumschlachten spielen möchte, sollte man zu nem Tabletopspiel greifen.
« Letzte Änderung: März 13, 2010, 20:32:00 von Cacador » Gespeichert

Wer kämpft, kann verlieren.
Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
Tannjew
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Das Grauen im All


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« Antworten #3 am: März 14, 2010, 10:59:54 »

@ Cacador: Jup, aber ich denke neue Spieler und Spielleiter finden sowas vielleicht interessant ^^

Ich beantworte jetzt auch mal meine Fragen.

Wie spielt/spielleitet ihr Space Gothic?
Für meine Spielgruppe ist Space Gothic eine Abwechslung zu den eher erzählorientierten Spielen (überwiegend Cthulhu z.Z.), also die Gelegenheit, sich mal auszutoben und auch mal wild rumzuballern. Außerdem bietet uns SG thematisch eine Abwechslung. Wir kommen alle eher aus der Fantasy-Ecke und haben eigentlich mit SciFi weniger am Hut, gehen daher recht unbefangen ins Spiel und orientieren uns an Klischees aus Film und Fernsehen.
Meine alte Gruppe hat damals bevorzugt eine Kreuzrittertruppe gespielt. Die standen halt auf schwere Rüstungen, dicke Wummen und fette Panzer.
Meine aktuelle Gruppe spielt eine Schmugglergruppe (auch beeinflusst durch Firefly). Zwar haben die auch ein eigenes Schiff (gehört dazu), aber ähnlich wie in Firefly ist es eher ein Transportmittel und Bühne. Ansonsten haben sie alles, was sie wollen: Gelegenheiten für Interaktionen, spannende Kampfsituationen, immer die Aussicht auf einen Gewinn und genügend bedrohliche Feinde, die ihnen ans Leder wollen *g*


Worin seht ihr die wichtigsten/markantesten Unterschiede zu anderen SciFi-Rollenspielen?
Ich bin kein Experte für SciFi-Rollenspiele. Aber ein Unterschied zu vielen anderen SciFi-Rollenspielen besteht wohl darin, dass alles eher vergleichsweise LowTec ist. Außerirdische sind offiziell nicht vorhanden und absolut keine Spielerrasse. PSI als Fantasy-Magie Ersatz spielte in den alten Publikationen schon eine unbedeutende Rolle (kaum Zugang für SC) und jetzt fast gar keine. Sprich: Für mich wirkte SG eher bodenständiger als die Konkurrenz.
Zudem suchte ich für meine alte Gruppe, die überwiegend keinen Spaß an Cthulhu hatte (zu wenig Action) ein actionbetonteres Spiel - und las damals von Space Gothic, dass ehemals einen "Cthulhu meets SciFi" Versuch darstellte. Als Fan der Alien-Filme, Event Horizon und SciFi, die in diese Kerbe schlägt, schien mir SG das geeignetste SciFi-Rollenspiel zu sein.
Das sind die Punkte die für mich damals ausschlaggebend waren zu Space Gothic und nicht zu einem anderen SciFi Spiel zu greifen.


Was sind die Besonderheiten von SG?
Ich finde es geschickt, wie der Hintergrund gestrickt ist: Es gibt zwar einen überschaubaren Spielbereich, der aber trotzdem unglaublich vielfältig "nutzbar" ist. Im Prinzip kann ich fast alles mit Space Gothic spielen, was ich möchte, denn überall findet sich ein Platz dafür und da es kein Schwarz-Weiß in der Welt von SG gibt kollidiert man auch nirgends. Diese Vielfältigkeit in Verbindung mit der "bodenständigen" Technologie macht für mich einen großen Reiz aus.


Wann sollte man zu SG greifen, wenn man ein SciFi-Rollenspiel spielen möchte und wann lieber zu einem anderen System?
Man sollte zu SG greifen, wenn man...
... ein SciFi-Rollenspiel möchte, in dem Aliens offiziell nicht bekannt und schon gar nicht spielbar sind
... das ein Technologie-Niveau wie in Filmen wie Alien, Event Horizon oder der Serie Firefly mag
... einen Schauplatz mag, der Grau und nicht Schwarz-Weiß ist und vielfältigste Spielarten zulässt
... bereit ist den durch den Hintergrund gegebenen Rahmen selber auszufüllen
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